Planetenaufnahmen

Planeten und Mond nehme ich mit Okularprojektion auf, dabei wird ein Zeiss Abbe Okular mit 25 mm Brennweite benutzt. Mit der gewählten optischen Anordnung erhalte ich damit eine Äquivalentbrennweite von 5098 mm, das sind 0,36 Bogensekunden pro Pixel. Beispielsweise hatte Jupiter am 15. Februar 2002 einen Durchmesser von 43,7 Bogensekunden (Guide 7 ) und das Scheibchen ging somit über 120 Pixel. Die Integrationszeiten betragen je nach Durchsicht und Filter 32 bis 125 Millisekunden. Für diese Auflösung ist nicht der gesamte Cip nötig. Ich arbeite daher mit einem Ausschnitt von 512 x 512 Pixeln, dieser Ausschnitt kann auf dem Chip frei gewählt werden. Farbe: Die OES Software erstellt bei der Wahl der Filter „rot, grün, blau und kein Filter“ ein Bild von 512 x 2048, das die 4 Einzelbilder zu 512 x 512 übereinander enthält, man hat so die Farbkanäle immer beisammen. (Fokalaufnahmen in voller Auflösung lassen sich so übrigens nicht mehr anfertigen, Bilder von 1536 x 4096 werden vom Rechner unter DOS nicht mehr bewältigt, hier sind einzelne Serien für jede Farbe vorzuziehen). Farbaufnahmen sind limitiert durch die Jupiterrotation und die Bewegung der Monde. Eine Serie von 6 Bildern davon dauert 7 Minuten (Transferzeit, Filterrad-Rotation, Kalibrierung), dabei wird auf dem RGB-Bild der Schatten von Io schon zum Strich und kleinere Details gehen verloren. Eine Beschreibung, wie die Bilder bearbeitet und kombiniert werden, findet sich hier.

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